Yoga Urlaub Elbsandstein

Taiji/Qigong

Qi – Lebenskraft- Energie, Gong – Üben, Geschicklichkeit, Kunst

Qigong bedeutet die Fähigkeit oder das Können, mit Chi umzugehen. Es handelt sich um eine chinesische Meditations- Konzentrations - und Bewegungsform zur Kultivierung der Lebenskraft.

Qigong beinhaltet eine Vielzahl chinesischer Übungen, welche alle auf jahrtausendealten Traditionen basieren.

18 Bewegungen des Taiji - Qigong

Diese Sequenz ist ideal für den Einstieg, denn diese Figuren vereinen die grundlegenden Aspekte des Qigong, die Arbeit mit Körper – Atem – Geist. Die Bewegungen erfolgen sanft, elastisch und rund- spiralförmig und gelangen mit dem Atem in Harmonie. - äußerlich erscheinen diese Übungen einfach, - die ihnen innewohnenden Prinzipien zu erlernen ist umso schwerer

Prof. Lin Hous Sheng aus China hatte 1979 diese Abfolge von 18 Bewegungen entwickelt. Diese Bewegungen sind an Figuren aus dem Taiji, speziell dem Yang- Stil, angelehnt. Sie sind daher eine gute Vorbereitung für das Erlernen des Taiji. Hier handelt es sich um eine Verschmelzung beider Richtungen. Qigong - Übungen dienen der Gesundheit, Taiji wird als Kampfkunst geübt. Bei beiden wird Energie zum Fließen gebracht und der Chi- Fluss harmonisiert.

Bei der Abfolge der 18 Bewegungen gibt es verschiedene Varianten. Die gesamte Sequenz umfasst den ganzen Körper und alle Meridiane. Jede dieser Übungen regt bestimmte Energiekanäle an und hat daher ihren eigenen medizinischen Nutzen. Wirkungen sind : – mehr Vitalität – Minderung von Stress – Stärkung des Kreislaufes - Ausgleich des Blutdrucks – Anregung innerer Organe - tieferer Schlaf.

Diese Qigong- Praxis dient insgesamt der Stärkung der Lebensenergie. Daher gehört diese Folge auch zum medizinischen Qigong. Die Einfachheit hat dieses Übungssystem beliebt gemacht und wird heute in vielen Kliniken angewendet und für die Prävention genutzt.

Die 18 Bewegungen sind für jede Altersgruppe erlernbar.

Das langsame Fließen
Langsame, fließende Bewegungen in stolzer Aufrichtung, eingebunden in Kräfte von Himmel und Erde, den Schwerpunkt nach unten verlagert und in der Mitte zentriert, Atmung und äußere Bewegung in Harmonie.

Yoga

Yoga ist das älteste überlieferte System zur körperlichen und geistigen Entwicklung und Entfaltung des Menschen. Die Ursprünge liegen im indischen Raum und sind ca. 5.000 Jahre alt.

Yoga wörtl. bedeutet anjochen, binden, vereinen,- anjochen aller Kräfte – des Körpers- des Verstandes und der Seele- an Gott. Nach indischen Denken wird alles von dem höchsten universalen Geist durchdrungen, der individ. menschl. Geist ist nur ein Teil davon.

Es gibt verschiedene Yogawege, hpts. in Indien, welche auf rein geistigen Wege beschritten werden. Im Gegensatz dazu bietet Hatha- Yoga über Körperarbeit die Möglichkeit, zu geistigen Tiefen zu finden. Die Brücke dazu bietet Bewusstheit. Hatha Yoga bedeutet auch das Zusammenfügen entgegengesetzter Energien. Die positive Energie „HA“ bezeichnet die „Sonne“, die negative Energie „THA“ bedeutet „Mond“. Hatha Yoga vermittelt das Wissen, beide Gegensätze in Harmonie und vollständigem Gleichgewicht miteinander zu verbinden. Durch das Erlernen einfacher Bewegungsabläufe, Haltungen (Asanas), werden Dehnung, Lockerung, Koordination, Atmung und Selbstwahrnehmung gefördert.

Ein neues Körpergefühl stellt sich ein, das Bedürfnis, sich der Bewegung hingeben zu können. Durch diese Wahrnehmungsfähigkeit wird man offen für folgende Schwerpunkte:

  • eigene Grenzen erfahren, liebevoll annehmen

  • vertraut werden in der entspannten Aufrichtung – in Balance sein

  • Wechselspiel von Anspannung und Entspannung

  • Wechselspiel von Ein- und Ausatmung

  • Atem beobachten – ihn vertiefen, eventuell gestalten

  • Atem als Bindeglied zwischen Körper und Geist verstehen

  • Bewegung und Atmung kommen in Harmonie, dabei eigenen Rhythmus finden

  • körperliche und geistige Sensibilität entfalten

  • eigenen inneren Beobachter stärken, achtsamer Umgang mit Körper, Gefühlen und Gedanken

  • in der Entspannung mehr Tiefe erfahren

  • Lebendigkeit wahrnehmen – Atem – Pulsieren – Wärme

  • durch innere Achtsamkeit mehr Klarheit im Geist erfahren
  • Durch diese Selbsterfahrungen werden das Gefühl des Selbstvertrauens und das Gefühl für innere Ruhe und innere Harmonie wachsen. Man nimmt die innere Einheit wahr.

    Loosenings

    Five Loosenings Exercises nach Meister Huang und andere Lockerungsübungen

    Übungen aus dem Stand, welche der mentalen, körperlichen und energetischen Vorbereitung für die Ausführung der Taiji- Form dienen. Sie verlaufen in einem langsam, weich- fließenden Rhythmus. Neue natürliche Bewegungsmuster werden aufgespürt und die Körperintelligenz gefördert.

    Prinzipien:

  • Knochendruck ist die Basis für die Aufrichtung

  • Wechselspiel von strech - unstrech

  • Bewegungen verlaufen spiralförmig

  • Gesamtheit aller Teile bewegen sich zusammen, verlaufen wellenförmig

  • das Zentrum – Becken führt - Beckenbewegungen verlaufen vertical Steigen – Sinken , horizontal li – re drehend

  • Armbewegungen sind immer Folge von Zentrumsbewegungen

  • in jeder Bewegung entsteht eine Gegenbewegung

  • ständiges Loslassen und Wiederauffangen des eigenen Schwerpunktes

  • Bewegung und Atmung finden allmählich Harmonie

  • alle Bewegungen erfolgen langsam in einer aktiv lebendigen Wohlspannung

  • der Geist (Mind) ist immer voraus

  • Die äußeren Bewegungen erscheinen einfach und durch laufende Wiederholungen werden die Prinzipien und Methoden verinnerlicht. Die Five Loosenings Exercises enthalten die Essenz des Taiji, man spürt, wie eine ruhige und doch energetische Kraft sich entwickelt. Loosenings beruhen auf universellen Bewegungsgesetzen. Sie zeigen nicht nur eine trainierende, sondern auch eine umfassende regenerierende Wirkung.

    Gedanken von Christian Larsen:

    „Bewegungsgefühl entspringt der menschlichen Begabung, das Erklingen der Bewegung aus der Mitte heraus zu vernehmen, die Wellen der Bewegung durch den Körper fließen zu lassen und ihrer Vollendung nicht im Wege zu stehen.“

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